Donnerstag, 10. Juli 2025
Hauskreis | Birgits Garten
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ | Lukas 19,10
Wochenspruch
vom 6. Juli 202
Niemand verurteilen
Bibelarbeit | Lukas 6,36-42

36 »Werdet barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist!
37 Verurteilt nicht andere, dann wird Gott auch euch nicht verurteilen. Sitzt über niemand zu Gericht, dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen. Verzeiht, dann wird Gott euch verzeihen.
38 Schenkt, dann wird Gott euch schenken; ja, er wird euch so überreich beschenken, dass ihr gar nicht alles fassen könnt. Darum gebraucht anderen gegenüber ein reichliches Maß;[7] denn Gott wird bei euch dasselbe Maß verwenden.«
Gegen blinde und überhebliche Besserwisserei
39 Jesus machte ihnen auch in Bildern deutlich, wovor sie sich hüten sollen; er sagte:[8] »Kein Blinder kann einen Blinden führen, sonst fallen beide in die Grube.
40 Kein Schüler steht über seinem Lehrer. Und wenn er ausgelernt hat, soll er wie sein Lehrer sein.
41 Warum kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders oder deiner Schwester[9] und bemerkst nicht den Balken in deinem eigenen?
42 Wie kannst du zu deinem Bruder oder deiner Schwester sagen: ›Komm her, Bruder; komm her, Schwester; ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen‹, und merkst gar nicht, dass du selbst einen ganzen Balken im Auge hast? Scheinheilig bist du! Zieh doch erst den Balken aus deinem eigenen Auge, dann kannst du dich um den Splitter in einem anderen Auge kümmern!«
zum Text
Ich habe beim Lesen des heutigen Textes aus Lukas 6 gemerkt, wie sehr Jesus uns dazu einlädt, nicht bei der Fehleranalyse des Anderen stehenzubleiben – sondern bei uns selbst anzufangen: beim Balken im eigenen Auge, bei der Frage, was mich eigentlich sicher macht, dass ich im Recht bin.
Aber das ist kein Aufruf zur Selbstverurteilung – es ist eine Einladung zur Ehrlichkeit. Nicht zur Scham – sondern zur Klarsicht. Nicht zur moralischen Selbstanklage, sondern zu einem inneren Aufwachen. Das griechische Wort dafür ist Metanoia – und es bedeutet nicht nur „Buße“, sondern vor allem:
ein neuer Blick. Ein Perspektivwechsel. Eine Kurskorrektur.
Und ich frage mich:
Ob wir uns gegenseitig helfen können, diesen Wechsel zuzulassen – nicht durch Druck, sondern durch Vertrauen?
Ob „Buße“ nicht weniger mit Selbstvorwürfen zu tun hat – und mehr mit dem Mut, sich berühren und verändern zu lassen?
→ Wie habt ihr Buße bisher verstanden oder erlebt? Eher als Last oder als Aufbruch?
→ Was braucht es, damit wir den Splitter im Auge des anderen nicht mit Überheblichkeit, sondern mit Liebe ansprechen können – oder erstmal auch gar nicht?
Der heilige Geist | Perichōrēsis? Paraklētos?
Perichōrēsis – Der göttliche Tanz Griechisch: περιχώρησις (wörtlich etwa: „wechselseitiges Durchdringen“, „Umeinander-Herum-Tanzen“) Beschreibt die innere Beziehung der Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist existieren nicht getrennt, sondern in einer wechselseitigen, dynamischen,…
Du bist die einzige Bibel, die manche jemals lesen werden. | #seieinbriefchristi
