Donnerstag, 31. Juli 2025
Hauskreis | Chris + Kerstin | Vallendar
„So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ | Jesaja 43,1
Wochenspruch
vom 6. Juli 202
Niemand verurteilen
Bibelarbeit | Johannes 6,30-35

»Wenn wir an dich glauben sollen«, wandten sie ein, »musst du uns schon beweisen, dass du im Auftrag Gottes handelst! Kannst du nicht ein Wunder tun? Vielleicht so eines wie damals,
31 als unsere Vorfahren in der Wüste jeden Tag Manna aßen? Es heißt doch in der Heiligen Schrift: ›Er gab ihnen Brot vom Himmel.‹ «
32 Jesus entgegnete: »Ich versichere euch: Nicht Mose gab euch das Brot vom Himmel! Das wahre Brot vom Himmel gibt euch jetzt mein Vater.
33 Und nur dieses Brot, das vom Himmel herabkommt, schenkt den Menschen das Leben.«
34 »Herr, gib uns jeden Tag dieses Brot!«, baten sie ihn.
35 »Ich bin das Brot des Lebens«, sagte Jesus zu ihnen. »Wer zu mir kommt, wird niemals wieder hungrig sein, und wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben.
zum Text
Ich habe beim Lesen des heutigen Textes aus Lukas 6 gemerkt, wie sehr Jesus uns dazu einlädt, nicht bei der Fehleranalyse des Anderen stehenzubleiben – sondern bei uns selbst anzufangen: beim Balken im eigenen Auge, bei der Frage, was mich eigentlich sicher macht, dass ich im Recht bin.
Aber das ist kein Aufruf zur Selbstverurteilung – es ist eine Einladung zur Ehrlichkeit. Nicht zur Scham – sondern zur Klarsicht. Nicht zur moralischen Selbstanklage, sondern zu einem inneren Aufwachen. Das griechische Wort dafür ist Metanoia – und es bedeutet nicht nur „Buße“, sondern vor allem:
ein neuer Blick. Ein Perspektivwechsel. Eine Kurskorrektur.
Und ich frage mich:
Ob wir uns gegenseitig helfen können, diesen Wechsel zuzulassen – nicht durch Druck, sondern durch Vertrauen?
Ob „Buße“ nicht weniger mit Selbstvorwürfen zu tun hat – und mehr mit dem Mut, sich berühren und verändern zu lassen?
→ Wie habt ihr Buße bisher verstanden oder erlebt? Eher als Last oder als Aufbruch?
→ Was braucht es, damit wir den Splitter im Auge des anderen nicht mit Überheblichkeit, sondern mit Liebe ansprechen können – oder erstmal auch gar nicht?
Der heilige Geist | Perichōrēsis? Paraklētos?
Perichōrēsis – Der göttliche Tanz Griechisch: περιχώρησις (wörtlich etwa: „wechselseitiges Durchdringen“, „Umeinander-Herum-Tanzen“) Beschreibt die innere Beziehung der Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist existieren nicht getrennt, sondern in einer wechselseitigen, dynamischen,…
Du bist die einzige Bibel, die manche jemals lesen werden. | #seieinbriefchristi
